Manche Unternehmen begleiten Familien, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen. Ihre Produkte stehen in der Küche, funktionieren zuverlässig und werden manchmal sogar von einer Generation an die nächste weitergegeben. -ritterwerk ist genau so ein Unternehmen.

Seit mehr als 120 Jahren entwickelt das bayerische Traditionsunternehmen Küchengeräte, die den Alltag erleichtern sollen. Dabei stehen praktische Funktionen, eine klare Gestaltung und eine möglichst lange Nutzungsdauer im Mittelpunkt. Rund 95 Prozent der Fertigung finden noch immer am Unternehmensstandort in Gröbenzell bei München statt.
Die Geschichte beginnt jedoch nicht mit einem Allesschneider. Am Anfang stehen eine kleine Garage, ein alltägliches Problem und ein Mann mit einer guten Idee.
Eine kleine Garage und eine große Idee
Im Jahr 1905 gründete Franz Ritter am Rand von München sein eigenes Unternehmen. Seine ersten Produkte waren sogenannte Messerputzmaschinen. Denn rostfreie Klingen waren damals noch keine Selbstverständlichkeit. Messer mussten regelmäßig von Rost und Verfärbungen befreit werden – eine mühsame Aufgabe, für die Franz Ritter eine praktische Lösung entwickelte.
Mithilfe einer einfachen Kurbelbewegung konnten die Klingen leichter gereinigt werden. Die Erfindung traf den Nerv der Zeit: Mehr als eine Million Exemplare der -rittermesserputzmaschine wurden verkauft.
Mit der Verbreitung rostfreier Messer verlor das Produkt jedoch nach und nach an Bedeutung. Anstatt am Bewährten festzuhalten, richtete das Unternehmen seinen Blick nach vorn. Genau diese Offenheit für neue Lösungen sollte die Geschichte von -ritterwerk bis heute prägen.



Von der Messerputzmaschine zum Allesschneider
Knapp 30 Jahre nach der Unternehmensgründung entstand die erste Brotschneidemaschine von ritter. Auch sie wurde zunächst mit einer Handkurbel betrieben. Das Prinzip war einfach, praktisch und auf die Bedürfnisse des Küchenalltags ausgerichtet.

Damit war der Grundstein für jenes Produkt gelegt, mit dem viele Menschen -ritterwerk bis heute verbinden: den Allesschneider. Brot, Käse, Wurst oder Gemüse lassen sich damit gleichmäßig und in der gewünschten Stärke schneiden.
1968 folgte der erste elektrische Allesschneider von ritter. Gleichzeitig beschäftigte sich das Unternehmen schon früh mit der Frage, wie Küchengeräte platzsparend verstaut werden können. So entstanden Modelle, die direkt in eine Küchenschublade eingebaut und bei Bedarf ausgeklappt werden konnten.
Aus einer einfachen Schneidemaschine entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte eine ganze Produktwelt. Dennoch blieb die ursprüngliche Idee von Franz Ritter erhalten: Technik soll nicht kompliziert sein, sondern den Alltag spürbar leichter machen.


Das Bauhaus-Gen von -ritterwerk
Während -ritterwerk seine ersten Küchenhelfer entwickelte, entstand in Deutschland eine der einflussreichsten Gestaltungsschulen des 20. Jahrhunderts: das Bauhaus. Der bekannte Grundsatz „Form folgt Funktion“ passt bis heute zur Haltung des Unternehmens.
Die Geräte sollen nicht mit unnötigen Details auffallen. Stattdessen stehen klare Formen, eine einfache Bedienung und praktische Funktionen im Mittelpunkt. Von 1967 bis 2005 prägte der Industriedesigner Karl Dittert das Erscheinungsbild vieler ritter-Schneidemaschinen. Er stand in direkter Tradition des Bauhaus und verlieh den Produkten ihre charakteristische, reduzierte Formensprache.
Heute führt Produktdesigner Martin Dettinger diese gestalterische Linie weiter. Dabei geht es nicht darum, kurzlebigen Trends zu folgen. Vielmehr sollen Geräte entstehen, die auch nach vielen Jahren noch modern wirken und sich selbstverständlich in unterschiedliche Küchen einfügen.
Produkte wie der Wasserkocher fontana⁵ oder der klappbare Allesschneider icaro⁷ zeigen, wie -ritterwerk Funktionalität, Technik und zeitloses Design miteinander verbindet.
Deutsche Präzisionsarbeit aus Gröbenzell
Deutsche Präzisionsarbeit bildet die Grundlage jedes ritter-Küchengeräts. Die Produkte werden in der hauseigenen Entwicklungsabteilung in Gröbenzell mit großer Sorgfalt konzipiert. Anschließend werden sie überwiegend in Deutschland und nach deutschen Qualitätsstandards produziert.
Rund 95 Prozent der Fertigung finden weiterhin am Unternehmensstandort bei München statt. Dass -ritterwerk auch nach mehr als 120 Jahren so eng mit seinem Standort verbunden ist, ist keineswegs selbstverständlich. Gleichzeitig muss das Unternehmen auf veränderte wirtschaftliche Bedingungen reagieren und einzelne Produktionsschritte verlagern.
Der Anspruch bleibt jedoch derselbe: zuverlässige Technik, gleichbleibende Qualität und langlebige Geräte für den Küchenalltag. Dabei profitiert -ritterwerk von den kurzen Wegen zwischen Entwicklung und Fertigung. Erfahrungen aus der Produktion können direkt in technische Verbesserungen und neue Produkte einfließen.
So verbindet das Unternehmen seine langjährige Tradition mit der Offenheit, auch künftig neue Lösungen für moderne Küchen zu entwickeln.



Küchengeräte für höchste Ansprüche
Mehr als ein Jahrhundert Erfahrung gibt -ritterwerk die nötige Sicherheit, Bewährtes fortzuführen und zugleich offen für neue Entwicklungen zu bleiben. Das Unternehmen kennt die Anforderungen seiner Kunden und Partner – und entwickelt seine Produkte mit Blick auf Qualität, Leistung und Design.
Dabei lässt sich die Haltung von -ritterwerk mit vier Eigenschaften zusammenfassen: souverän, zuverlässig, wertschätzend und kraftvoll. Diese Werte sollen sich nicht nur in den Geräten zeigen, sondern auch im Umgang mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern.
Souveränität entsteht durch Erfahrung. Zuverlässigkeit zeigt sich in einer gleichbleibenden Qualität und der persönlichen Erreichbarkeit. Wertschätzung bedeutet, Anforderungen ernst zu nehmen und Produkte zu entwickeln, die einen echten Nutzen bieten. Gleichzeitig steht -ritterwerk für kraftvolle Technik und den Anspruch, jede Aufgabe mit vollem Einsatz anzugehen – von der ersten Idee bis zur Fertigung.


Kanntet ihr schon Einbau-Allesschneider?
Ein Allesschneider, der nach der Benutzung einfach in der Küchenschublade verschwindet? Ja, den gibt es – und -ritterwerk beschäftigt sich bereits seit vielen Jahrzehnten mit solchen platzsparenden Einbaulösungen.
Gerade in modernen Küchen ist eine freie Arbeitsfläche besonders wertvoll. Gleichzeitig sollen die Geräte jederzeit griffbereit sein. Die Einbau-Allesschneider von -ritterwerk verbinden deshalb beides: Sie werden sicher im Schubkasten verstaut und lassen sich bei Bedarf mit wenigen Handgriffen hervorholen.
Je nach Küche stehen unterschiedliche Lösungen mit Schwenk-, Klapp- oder Hochbeschlagmechanik zur Auswahl. Nach dem Schneiden verschwindet das Gerät wieder in der Schublade. So bleibt die Küche ordentlich, ohne dass auf einen praktischen Alltagshelfer verzichtet werden muss.
Wir finden, dass ist eine ziemlich clevere Idee – besonders für alle, die es in der Küche praktisch, aufgeräumt und zugleich elegant mögen.


Eine Unternehmerfamilie übernimmt Verantwortung
Ende 2020 begann ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte. Nach dem Ausscheiden des damaligen Eigentümers Werner Braun übernahm die Familie Schüller -ritterwerk im Rahmen eines Management-Buy-outs.
Michael Schüller kannte das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt bereits sehr genau. Seit 2005 führt er -ritterwerk als Geschäftsführer. Mit der Übernahme blieb der Betrieb in privater Hand. Gleichzeitig wurde die Nachfolge langfristig geregelt: Auch seine beiden Söhne Moritz Sebastian und Leonard Lorin Schüller sind am Standort tätig.
Damit wurde aus dem Traditionsbetrieb erneut ein Familienunternehmen. Allerdings geht es dabei um weit mehr als einen bekannten Namen an der Unternehmensspitze. Die Familie übernimmt Verantwortung für das Wissen der Mitarbeiter, den Standort in Gröbenzell und alles, was in mehr als einem Jahrhundert aufgebaut wurde.
Gleichzeitig bewahrt sie die Geschichte des Unternehmens, ohne stehen zu bleiben. Neue Küchengeräte und moderne Einbaulösungen führen die ursprüngliche Idee von Franz Ritter weiter: durchdachte Technik zu entwickeln, die den Alltag einfacher macht.
Langlebigkeit als gelebte Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit beginnt bei -ritterwerk vor allem mit der Frage, wie lange ein Gerät genutzt werden kann. Manche ältere Brotschneidemaschinen sind noch nach mehreren Jahrzehnten im Einsatz. Bei Bedarf können sie restauriert und wieder funktionstüchtig gemacht werden.
Dadurch bleiben nicht nur Materialien erhalten. Oft handelt es sich bei den alten Geräten auch um Erinnerungsstücke, die schon in der Küche der Eltern oder Großeltern standen. Aus einem Haushaltsgerät wird so ein Teil der persönlichen Familiengeschichte.
Darüber hinaus setzt das Unternehmen bei verschiedenen Allesschneidern auf energiesparende ECO-Motoren. Auch austauschbare Komponenten können dazu beitragen, dass ein Gerät nicht vorschnell vollständig ersetzt werden muss.
Gerade in einer Zeit, in der viele Elektrogeräte nur wenige Jahre genutzt werden, wirkt diese Haltung angenehm bodenständig: Ein gutes Küchengerät muss nicht ständig neu erfunden werden. Es sollte zuverlässig funktionieren, reparierbar sein und möglichst lange bleiben dürfen.
Vom Allesschneider bis zum Frühstücksset
Längst umfasst das Sortiment von -ritterwerk mehr als die bekannten Allesschneider. Hinzugekommen sind unter anderem Toaster, Wasserkocher, Stabmixer sowie verschiedene Einbaugeräte. Trotzdem ist die ursprüngliche Handschrift geblieben.
Die Geräte sollen praktisch sein, Platz sparen und sich selbstverständlich in den Küchenalltag einfügen. So verschwindet der Einbau-Allesschneider nach der Benutzung wieder in der Schublade. Auch der Einbau-Toaster lässt sich herausklappen und anschließend platzsparend verstauen.
Dahinter steckt keine technische Spielerei, sondern eine klare Idee. Gute Gestaltung löst alltägliche Probleme. Sie macht Funktionen leicht verständlich und sorgt dafür, dass ein Produkt über viele Jahre gerne verwendet wird.
Tradition mit Blick nach vorn
Die Geschichte von -ritterwerk zeigt, dass Tradition nicht bedeutet, alles beim Alten zu lassen. Franz Ritter reagierte auf ein alltägliches Problem und entwickelte dafür eine hilfreiche Maschine. Später wurde aus der Messerputzmaschine die Brotschneidemaschine, aus der Handkurbel ein elektrischer Antrieb und aus einzelnen Küchenhelfern ein vielseitiges Sortiment.
Heute verändert sich das Unternehmen erneut. Neue wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfordern Flexibilität, während innovative Produktideen zusätzliche Wege eröffnen. Trotzdem bleibt -ritterwerk seinen Wurzeln verpflichtet.
Die Produkte werden weiterhin in Deutschland entwickelt und zu rund 95 Prozent am Standort in Gröbenzell gefertigt. Erfahrung und Tradition bilden dabei das Fundament. Zugleich bleibt das Unternehmen offen für Neues und entwickelt seine Küchengeräte mit Blick auf die Anforderungen von morgen.
BEEZER® – die junge Marke von -ritterwerk
Mit BEEZER® zeigt -ritterwerk, dass ein Traditionsunternehmen auch ganz neue Wege gehen kann. Die junge Marke steht für innovative Kühltechnik, modernes Design und besondere Genussmomente. Den Anfang machte 2023 der schnelle Getränkekühler, der Flaschen und Dosen innerhalb weniger Minuten auf Trinktemperatur bringt. Inzwischen ergänzen der IceBall für kristallklare Eiskugeln und der kompakte IceCube mini die Produktwelt. Unter dem Motto „the art of cooling“ verbindet BEEZER® frische Ideen mit der langjährigen Entwicklungs- und Designkompetenz von -ritterwerk – in Deutschland entwickelt und nach deutschen Qualitätsstandards produziert.

Unser Fazit: Küchengeräte, die bleiben dürfen
Mehr als 120 Jahre Unternehmensgeschichte lassen sich nicht allein an Jahreszahlen erzählen. Sie zeigen sich vor allem in den Menschen, Ideen und Produkten, die über Generationen hinweg Bestand haben.
-ritterwerk verbindet deutsche Präzisionsarbeit mit einer klaren Formensprache und dem Anspruch, zuverlässige Küchengeräte für höchste Ansprüche zu entwickeln. Dabei bewahrt das Unternehmen seine Tradition, ohne den Blick nach vorn zu verlieren.
Vielleicht liegt genau darin das Geheimnis dieser langen Erfolgsgeschichte: -ritterwerk entwickelt keine Geräte, die nur für einen kurzen Augenblick gedacht sind. Es entstehen praktische Küchenbegleiter, die bleiben dürfen – und manchmal sogar Teil der eigenen Familiengeschichte werden.
Manche Unternehmen begleiten Familien, ohne dabei ständig im Mittelpunkt zu stehen. Ihre Produkte stehen einfach in der Küche, funktionieren zuverlässig und werden nicht selten von einer Generation an die nächste weitergegeben. -ritterwerk ist genau so ein Unternehmen. Seit mehr als 120 Jahren entstehen hier Haushaltsgeräte, die den Alltag erleichtern sollen – durchdacht, langlebig und bis heute ausschließlich in Deutschland gefertigt.
Die Geschichte beginnt jedoch nicht mit einem Allesschneider. Stattdessen stehen am Anfang eine kleine Garage, ein praktisches Problem und ein Mann mit einer guten Idee.
Mehr Geschichten mit Wurzeln findet ihr in den Stories.







