Kurzantwort: Der Ulrichshof im Bayerischen Wald dekonstruiert den klassischen Begriff der Ferienresidenz. Mit großzügigen Suiten, modularen Groß-Einheiten für globale Gäste, einem strikt abgetrennten Eltern-SPA, digitaler Action wie der iWall 3.0 und einer von echten Unternehmerfamilien getragenen Haltung strebt das Haus konsequent an die absolute Spitze – offenbart im digitalen Rückgrat allerdings dringenden Nachbesserungsbedarf.

Ein Gastartikel Von Lars Laschinski

Die gehobene Hotellerie krankt oft an einem fatalen Kompromiss: Man baut oberflächliche Kulissen auf, vergisst dabei aber völlig, dass anspruchsvolle Gäste feine Sensorik für Ästhetik, Ruhe und Kulinarik besitzen. Wer den Ulrichshof in Rimbach (Zettisch 42, 93485 Rimbach) bei einem eigenen Aufenthalt vor Ort erlebt, spürt sofort, wie konsequent sich dieses Haus diesem industriellen Einerlei von Grund auf verweigert.

Manchmal offenbart sich die wahre Strahlkraft eines Hotels dort, wo man sie am wenigsten vermutet: Spät abends an der Hotelbar erzählte mir ein Mitreisender mit einem Schmunzeln, dass der Aufenthalt hier finanziell zwar das kleinste Problem sei – die wahren Kosten würden ihn jedoch zu Hause erwarten, wenn er die Rechnung für die diversen Interior-Design-Wünsche begleichen muss, die seine Frau im Hotel aufgeschnappt hat und nun unbedingt im Eigenheim umsetzen will.

Lieblingsstück

Wer heute durch das weitläufige, 55 Hektar große Naturareal geht und Inhaber wie Benjamin Brandl persönlich antrifft, merkt rasch, woher diese Inspiration rührt: Hier geht es nicht um kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern um ein echtes Erbe, generationsübergreifende Ideen und die tiefe Verantwortung gegenüber Region und Gästen. Selbstverständlich schüttelt man Investitionen in Millionenhöhen nicht einfach aus dem Ärmel – sie erfordern das hart erarbeitete Vertrauen der Stammgäste und einen starken Schulterschluss mit verlässlichen Partnern wie den finanzierenden Banken.

Für internationale Gäste aus Übersee oder den Ballungszentren der Welt bietet dieser Kosmos zudem das, was in Megacities unbezahlbar ist: ein exklusives Green Sanctuary, eine private Natur-Enklave fernab jeder Hektar-Hektik, die pure Erdung und echtes „Old World Luxury“ zelebriert. Ein Zuhause auf Zeit, das in keinem seelenlosen Konzernkatalog zu finden ist.

Die Entflechtung von Wasser und Stein: Akustische Autonomie

Ein gelungener Mehrgenerationenurlaub scheitert in der Praxis fast unbemerkt an einem einzigen Störfaktor: akustischer Dichte. (Meine Tochter hat im Felsen-BAD auf der Röhrenrutsche unlängst jeden Rekord gebrochen – während ich auf der ruhigen Holzterrasse saß und bei einer Tasse Espresso tief durchatmete).

Der Ulrichshof löst dieses klassische Dilemma über eine kompromisslose bauliche Entzerrung. Auf der einen Seite des Anwesens liegt das Felsen BAD mit dem temperierten Babybecken und dynamischen Wasserwelten. Auf der exakten Gegenseite befindet sich das Eltern SPA (ab 16 Jahren) mit dem weitläufigen Naturpool und der Panorama-Teichsauna. Wer hier in der Feuerlounge verweilt, entkoppelt sich vollkommen vom familiären Trubel.

Ein ehrliches Detail aus der Praxis: Die großen Außenbecken zeigen sich im Herbst natürlich erfrischend – wer es mollig warm bevorzugt, zieht sich in die geschützten Indoor-Bereiche oder in die private Suite zurück.

Das Fundament hinter den Kulissen: 20 Jahre Treue

Wer ein Haus in der europäischen Spitzenliga etablieren will, stolpert meist über die branchenübliche Fluktuation. Hier offenbart sich der wahre, unschätzbare Wert des Ulrichshofs. Ein Gang durch das Haus führt an einer Galerie vorbei, die ihresgleichen sucht: Menschen wie Beate Steger (Service) oder Johann Huber (Außenbereich) prägen das Anwesen seit über zwei Jahrzehnten.

Das Resort führt sie als echten „Teil der Familie“. Der eingravierte Passus auf dem Ehrenschild spricht Bände: „Auch nach Ihrem Ausscheiden bleiben Sie uns jederzeit herzlich willkommen und sind eingeladen, bei uns vorbeizuschauen, die Entwicklung des ULRICHSHOF weiterhin mitzuerleben und die Vorteile unseres Hauses zu nutzen.“ Wenn Mitarbeiter so lange bleiben und das Haus sie lebenslang einbindet, entsteht eine operative Seele, die jede Krise mühelos abfedert.

Das Restaurant OHM: Urbane Kulinarik & Tailored Dining

Ein Haus mit 5-Sterne-Ambitionen verlangt nach gastronomischer Strahlkraft. Das Panoramarestaurant OHM – verantwortet von Head Chef Stefan Kühne – bricht elegant mit dem Klischee des gewöhnlichen Speisesaals.

Schon der Entree-Bereich setzt ein ästhetisches Statement: Das OHM-Signet glänzt als skulpturale Baumstruktur auf einer satten, lebendigen Mooswand. Im Raum selbst verschmelzen massive Holztische, samtbezogene Sessel in gedeckten Nuancen, hängende Deckenbegrünungen und warme Lichtkompositionen zu einer harmonischen Lounge-Architektur.

  • Show-Küche und Tailored Dining: Zentral im Raum zieht die offene Show-Küche mit edlen Materialien die Blicke an, hier wird transparent auf höchstem Niveau gearbeitet. Für internationale Gäste – sei es aus dem arabischen Raum oder dem US-Luxussegment – bietet das Küchenteam zudem ein hohes Maß an Flexibilität beim Culinary Tailoring, um individuelle Ernährungspräferenzen oder private Fine-Dining-Ansprüche nahtlos umzusetzen. Der runde Tisch vor dem hängenden Kamin bietet derweil einen exklusiven Rückzugsort für private Runden.
  • Die Bar-Kultur: Die freistehende Bar mit ihren feinen metallischen Akzenten erinnert eher an eine urbane Hotelbar in Metropolen als an ein Refugium im Grünen.

Die Wohnwelten: Von flexiblen Suiten bis zum privaten Pool-Penthouse

Wer hier drei Generationen unter einen Hut bringen will, verlangt nach räumlicher Souveränität. Das Portfolio entzieht sich jedem Standard und reicht von raffiniert geschnittenen Einheiten über mondäne Luxus-Varianten bis hin zu den architektonischen Flaggschiffen der Anlage.

Die gestalterische Handschrift des Ulrichshofs trägt dabei den unverkennbaren Stempel von Michaela Lankes; als Mitglied der Geschäftsleitung und Verantwortliche für das Interior Design schafft sie Räume, die ästhetischen Anspruch und familiäre Geborgenheit perfekt vereinen.

  • Die Suite-Klassen (28–70 m²): Ob Midi, Maxi oder Maxi Plus – diese Refugien bieten mit getrennten Schlafbereichen, moderner Klimatisierung und klugen Grundrissen den idealen Rahmen (Tarife ab ca. 279 bis 330 Euro pro Erwachsenem).
  • Luxus-Suiten (70–100 m²): Einheiten wie die Luxus-Suite Haidstein, der Böhmerwald oder das Chambtal eröffnen großzügige Dimensionen für bis zu sechs Personen (Preise ca. 349 bis 389 Euro pro Kopf).
  • Pool-Suiten & Penthouses (75–150 m²): Die absolute Benchmark im Bergschloss mit privaten Saunakabinen, getrennten Bädern und Panorama-Dachterassen inklusive ganzjährig beheiztem Poolabschnitt, der sich auf bis zu neun Meter erweitern lässt (Zimmerpreise ab ca. 1.318 bis 2.496 Euro).

Global Access, Executive Standards & The Digital Deficit (English Edition)

For international high-net-worth guests, global entrepreneurs, and transatlantic travelers, seamless infrastructure is non-negotiable. Here is the operational reality of connecting to the Ulrichshof:

  • Arrival Gateways:
    • Via Frankfurt (FRA): Distance approx. 380 km. Accessible via connecting flight or an exclusive First-Class Chauffeur and Limousine Service directly from the arrival gate.
    • Via Munich (MUC): Distance approx. 170 km. Premium rental cars or bespoke private transfers bridge the journey into the Bavarian Forest within two to two-and-a-half hours.
  • The Privacy & Family Concierge Factor: The combination of expansive pool suites with private wellness facilities and strict adults-only zones meets the highest standards of discretion and multi-generational seclusion. To satisfy top-tier international expectations, the resort’s multi-lingual Family Concierge and Nanny Service provides discreet, high-level support, granting decision-makers the freedom to enjoy uninterrupted adult-only moments.
  • The Critical Deficit (Wi-Fi Infrastructure): While the physical architecture targets 5-star-superior standards, the resort currently faces an unmistakable digital bottleneck. To truly satisfy international executives and business-minded travelers who need to manage global operations or run secure video conferences from their suites, the hotel’s Wi-Fi network requires urgent, comprehensive upgrading. Without robust, high-speed bandwidth across all suites, the digital infrastructure falls short of the global luxury promise.

Digitale Welten für die Jugend

Ein zeitgemäßer Mehrgenerationen-Anspruch schließt die heranwachsende Generation selbstverständlich ein. Ältere Kinder und Teenager lassen sich kaum noch mit konventioneller Animation fesseln. Hier beweist das Haus Weitblick durch smarte Integration: Die interaktive iWall 3.0 verknüpft digitale Gaming-Faszination mit echter körperlicher Bewegung und sportlichem Ehrgeiz.

Stetiger Ausbau & visionäre Zukunft

Stillstand ist in Rimbach ein Fremdwort. Die Inhaber treiben das Haus konsequent voran. Für das kommende Jahr dürfen sich Gäste auf ein verfeinertes Restaurantkonzept freuen: Die Bereiche werden spürbar entzerrt, um noch mehr differenzierte Rückzugszonen zu schaffen – flankiert von einer Gemüsesaft-Station und der Einführung einer echten Tischbedienung, die den Komfort auf das von den Gästen gewünschte Niveau hebt.

Blickt man in die kommenden Jahre, skizzieren die Inhaber faszinierende Perspektiven. Man darf den unternehmerischen Mut nur bewundern. Ich drücke ganz persönlich die Daumen, dass für die Region, das Hotel und die engagierten Mitarbeiter die Vision eines echten Spaßbad- und Wellnesstempels mitten im Wald in den kommenden Jahren Gestalt annimmt. So nutzt man Land und Fläche konsequent zum Wohle des Geschäfts und der Gäste. Gepaart mit spannenden Indoor-Konzepten wie einer geplanten Schneewelt zeigt dies, dass hier in echten Generationen gedacht wird, um den eigenen Qualitätsvorsprung nachhaltig auszubauen.

Welche kulinarischen Optionen bietet das Resort abseits der regulären Verpflegung?

Die Halbpension deckt ein reichhaltiges Spektrum ab. Für den exklusiven Abend empfiehlt sich das Panoramarestaurant OHM mit einem erlesenen Menü unter der Handschrift von Head Chef Stefan Kühne. (Eine rechtzeitige Reservierung über den digitalen Ferienplaner ist angeraten).

Welche lohnenswerten Ausflugsziele liegen in unmittelbarer Nähe des Resorts?

Der Ulrichshof liegt inmitten eines 55 Hektar großen Naturareals. Für Ausflüge bietet sich die nahe Region um Sankt Englmar an. Ein absolutes Highlight für Familien ist der WaldWipfelWeg (inklusive Wald-Turm und dem Haus am Kopf), der nur einen Kilometer entfernt liegt.

Disclaimer: Eigene Eindrücke basieren auf persönlicher Erfahrung und intensiven Hintergrundgesprächen vor Ort. Ohne Gewähr.

Ihr ReichweitenJournalist Lars Laschinski

Ihr wollt noch einen Artikel unserer Redkteurin Lisa dazu lesen- hier geht´s lang.