Manchmal beginnt eine große Geschichte mit einer erstaunlich kleinen Enttäuschung. Bei Nuffinz war es eine orangefarbene Shorts mit schwarzen Streifen. Ihre Verarbeitung war miserabel. Trotzdem wurde sie zum jahrelangen Lieblingsstück – und schließlich zum Ausgangspunkt einer österreichischen Modemarke mit ungewöhnlichem Namen und einer ziemlich klaren Haltung.

Eine Lieblingsshorts aus Tarifa

Während einer Reise nach Tarifa entdeckte Andreas Gähwiler in einem kleinen, bunten Laden jene Shorts, die später alles verändern sollte. Sie war bequem, unkompliziert und fühlte sich genau richtig an. Dass sie handwerklich nicht besonders gut gemacht war, spielte zunächst keine Rolle. Andreas trug sie so lange, bis sie irgendwann vollständig durch war.

Nun musste Ersatz her. Doch die Suche danach erwies sich als schwieriger als gedacht. Andreas wollte keine Sporthose voller Funktionen. Ebenso wenig suchte er eine gewöhnliche Freizeitshorts. Er wünschte sich eine Hose, die sich leicht und angenehm anfühlt – fast so, als hätte man nichts an oder lediglich ein Handtuch um die Hüften gewickelt.

Weil er diese Shorts nicht finden konnte, beschloss er, sie selbst zu entwickeln.

2018 wurde aus einer Idee Nuffinz

Gemeinsam mit einer Designerin entwarf Andreas im Jahr 2018 die erste eigene Shorts. Sie sollte bequem sein, gut aussehen und aus einem hochwertigen Material bestehen. Außerdem sollte sie ohne unnötigen Schnickschnack auskommen.

Damit war Nuffinz geboren.

Auch der Markenname passt zu dieser Idee. „Nuffinz“ leitet sich vom englischen Slangwort „nuffin“ für „nothing“ ab. Die Kleidung sollte sich so angenehm tragen lassen, als hätte man fast nichts an. Aus diesem Gedanken entstand zudem der augenzwinkernde Slogan #freeyourballs.

Dahinter steckt jedoch mehr als ein frecher Spruch. Für Nuffinz bedeutet er, sich freizumachen: von Erwartungen, vom ständigen Funktionieren und manchmal auch von der eigenen Komfortzone.

Den sicheren Job gegen die eigene Idee tauschen

Eine Marke zu gründen, klingt rückblickend oft wie eine gerade Erfolgslinie. Tatsächlich liegen zwischen einer ersten Idee und einem funktionierenden Unternehmen meistens viele Umwege.

Auch Andreas erlebte mit Nuffinz Höhen und Tiefen. Dennoch glaubte er an seine Idee. Schließlich kündigte er seinen sicheren Job als Unternehmensberater und setzte vollständig auf die eigene Marke.

Dieser Schritt erforderte Mut. Schließlich ging es längst nicht mehr nur um eine bequeme Shorts. Es ging um die Frage, ob aus einem persönlichen Lieblingsstück eine Marke entstehen kann, die auch andere Menschen begeistert.

Die Antwort lautete: ja.

Kein Deal – und trotzdem ein wichtiger Auftritt

2021 stellte Andreas Nuffinz in der österreichischen Gründershow „2 Minuten 2 Millionen“ vor. Ein Investment kam zwar nicht zustande. Dennoch wurde der Fernsehauftritt zu einem wichtigen Kapitel der Unternehmensgeschichte. Die Marke wurde bekannter und entwickelte sich anschließend kontinuierlich weiter.

Aus den ersten Shorts entstand nach und nach eine ganze Kollektion. Heute gehören unter anderem lange Hosen, T-Shirts, Hoodies, Pyjamas, Bademäntel und Accessoires zum Sortiment. Das ursprüngliche Gefühl blieb dabei erhalten: Kleidung soll unkompliziert sein, gut aussehen und vor allem bequem sein.

Durchdachtes Design ohne unnötigen Schnickschnack

Einfachheit bedeutet bei Nuffinz nicht, dass die Produkte beliebig sind. Im Gegenteil: Jedes Kleidungsstück wird von der Marke selbst entwickelt. Auch der typische Schnitt ist über mehrere Jahre gewachsen.

Kleine Details machen dabei den Unterschied. Dazu gehört beispielsweise eine praktische Handytasche. Viel mehr braucht es nach Ansicht des Teams jedoch nicht. Schließlich soll die Kleidung das Leben nicht komplizierter machen, sondern leichter.

Genau deshalb bezeichnet sich Nuffinz selbst als „The Non-Functional Brand“. In einer Welt, in der nahezu alles leistungsfähig, optimiert und multifunktional sein soll, ist das fast schon eine kleine Gegenbewegung.

Manchmal darf eine Hose schließlich einfach nur bequem sein.

Ein Team in einer alten Bäckerei am Bodensee

Die Heimat von Nuffinz liegt in Bregenz. Dort arbeitet das Team in einer alten Bäckerei in unmittelbarer Nähe zum Bodensee. An ausgewählten Tagen verwandelt sich der Standort außerdem in einen Pop-up-Store.

Inzwischen steht Andreas nicht mehr allein hinter der Marke. Max bringt seine Erfahrung aus der Textilbranche in die Produktentwicklung ein. Nadine kümmert sich um den persönlichen Kontakt zu den Kundinnen und Kunden. Fabian entwickelt Kampagnen und erzählt die Geschichte der Marke weiter, während Hanna das Team im Marketing unterstützt.

So unterschiedlich ihre Aufgaben sind, verbindet sie doch eine gemeinsame Idee: Nuffinz soll für Freiheit, Mut, Humor und ehrliches Design stehen.

Was wir an der Geschichte von Nuffinz mögen

Wir lieben Geschichten, die mit einem echten Bedürfnis beginnen. Andreas wollte zunächst keine Modemarke gründen, nur um noch mehr Kleidung auf den Markt zu bringen. Er suchte schlicht eine neue Lieblingsshorts.

Aus dieser Suche wurde eine Idee. Aus der Idee entstand ein Produkt. Und daraus entwickelte sich schließlich ein Unternehmen, das bewusst seinen eigenen Weg geht.

Vielleicht liegt genau darin die schönste Botschaft der Geschichte: Manchmal zeigt uns ausgerechnet ein kaputtes Lieblingsstück, was bisher noch gefehlt hat.

Und manchmal muss man nichts völlig Neues erfinden. Es reicht, eine Sache so zu machen, wie man sie selbst schon immer gesucht hat.

Mehr über die Marke und das Team erfahrt ihr direkt bei Nuffinz.

www.nuffinz.com

Familyflair-Fazit

Wir finden: Nuffinz ist richtig cool – und längst nicht nur etwas für coole Daddys. Die lässigen Shorts und Pants passen genauso gut zu Mamas, Großeltern und allen anderen, die es bequem mögen, ohne beim Style Abstriche zu machen. Ob am Strand, nach dem Sport, im Urlaub oder beim entspannten Familiennachmittag: hineinschlüpfen, wohlfühlen und einfach mal nicht funktionieren müssen. Genau das können wir im Familienalltag manchmal ziemlich gut gebrauchen.

Noch mehr coole Markengeschichten findet ihr unter Stories.