Unser Dreame A3 Test beginnt in einem Garten, in dem Entspannung wichtiger sein soll als das wöchentliche Rasenmähen. Wenn das Wochenende beginnt, möchte ich lieber an meinem selbst gebauten Eichentisch auf der Terrasse sitzen, den Holzofen für eine Pizza anfeuern und die freie Zeit genießen. Genau hier setzt der Dreame A3 AWD Pro 3500 an. Der leistungsstarke Mähroboter soll große und anspruchsvolle Rasenflächen selbstständig pflegen – ohne Begrenzungsdraht und ohne auffällige RTK-Antenne im Garten.

Wir haben das Gerät auf einem Grundstück mit Steigungen, Unebenheiten und verschiedenen Hindernissen von einem Kollegen ausführlich testen lassen. Außerdem entstand dabei umfangreiches eigenes Bildmaterial. Unser Dreame A3 AWD Pro 3500 Test zeigt, was der Mähroboter im Garten wirklich kann, für wen sich die hohe Investition lohnt und wo seine Grenzen liegen.

Infos: Dreame A3 AWD Pro 3500 auf einen Blick

  • Geeignete Rasenfläche: bis zu 3.500 Quadratmeter
  • Navigation: OmniSense 3.0 mit 360-Grad-3D-LiDAR und zwei 1080p-HDR-Kameras
  • LiDAR-Reichweite: laut Hersteller bis zu 70 Meter
  • Installation: ohne Begrenzungsdraht, Baken oder RTK-Antenne
  • Antrieb: vier Nabenmotoren mit echtem Allradantrieb
  • Maximale Steigung: bis zu 80 Prozent beziehungsweise 38,7 Grad
  • Überwindbare Hindernisse: bis zu 5,5 Zentimeter Höhe
  • Mähwerk: zwei schwimmend gelagerte Schneidscheiben
  • Schnittbreite: 40 Zentimeter
  • Schnitthöhe: per App von drei bis zehn Zentimetern einstellbar
  • Randabstand: laut Hersteller unter drei Zentimeter im automatischen Mähmodus
  • Hinderniserkennung: mehr als 300 verschiedene Objektarten
  • Sicherheitsfunktionen: Live-Video, Patrouillenmodus, Hebealarm, GPS-Ortung und Geofencing
  • Zusätzlicher Diebstahlschutz: mit separat erhältlichem Apple AirTag kompatibel
  • Dreame Link: 4G-eSIM und GPS; beim Modell 3500 ist der Service laut Hersteller ein Jahr inklusive
  • Marktstart und UVP: seit März 2026 erhältlich, 2.599 Euro

Hinweis: Maximale Fläche, LiDAR-Reichweite, Steigung, Hindernishöhe, Randabstand und weitere Leistungswerte sind Herstellerangaben, die teilweise auf Dreame-Labortests beruhen. Die im Alltag erreichbaren Werte hängen unter anderem von Gelände, Bodenfeuchte, Rasendichte und Gartengestaltung ab.

Dreame A3 Test auf großen Rasenflächen

Schon beim Auspacken wird klar: Der Dreame A3 AWD Pro 3500 ist kein kleiner Helfer für ein paar Quadratmeter Reihenhausrasen. Er ist groß, schwer und auf weitläufige Flächen ausgelegt. Laut Hersteller schafft das Modell Rasenflächen von bis zu 3.500 Quadratmetern.

Das Herzstück ist das 40 Zentimeter breite Doppelmähwerk. Zwei Mähscheiben bearbeiten dadurch in jeder Bahn deutlich mehr Fläche als viele kompakte Geräte. Über die App lässt sich die Schnitthöhe zwischen drei und zehn Zentimetern einstellen. Das ist praktisch, denn so kann der Rasen je nach Jahreszeit, Wetter und persönlichem Geschmack unterschiedlich hoch bleiben.

Im Test zog der Mähroboter gleichmäßig seine Bahnen. Dank seiner großen Schnittbreite kam er zügig voran. Trotzdem gilt: Wer die maximal mögliche Fläche ausreizt, muss mit Zwischenstopps an der Ladestation rechnen. Der große Garten wird also nicht zwingend in einer einzigen Runde fertig.

Dreame A3 Test: Allradantrieb am Hang

Der größte Unterschied zu vielen klassischen Mährobotern ist der echte Allradantrieb. Vier separate Nabenmotoren treiben die Räder an. Dadurch kommt der Dreame auch auf unebenem Untergrund, in kleinen Senken und an steileren Stellen gut voran.

Der Hersteller gibt eine maximale Steigung von bis zu 80 Prozent beziehungsweise 38,7 Grad an. Das ist allerdings ein Idealwert. Wie bei jedem Mähroboter spielen der Untergrund, die Bodenfeuchte und der Zustand des Rasens eine wichtige Rolle. Auf unserem anspruchsvollen Testgrundstück zeigte sich der Dreame sehr trittsicher. Selbst dort, wo ein einfaches Zweiradmodell schnell an seine Grenzen kommen kann, setzte er seine Fahrt unbeirrt fort.

Auch kleinere Hindernisse meistert das Gerät. Laut Hersteller kann es Höhen von bis zu 5,5 Zentimetern überwinden. Auf sehr nassem oder aufgeweichtem Boden sollte man den Roboter dennoch besser pausieren lassen. Sein hohes Gewicht kann dort Spuren im Rasen hinterlassen. Außerdem bedeutet Allradantrieb nicht, dass ein Mähroboter durch tiefen Schlamm fahren sollte.

Dreame A3 AWD Pro 3500 mäht entlang einer Rasenkante.

Navigation ohne Begrenzungsdraht und RTK-Antenne

Besonders angenehm ist die Einrichtung ohne Begrenzungsdraht. Es muss also kein Kabel rund um den Rasen verlegt oder eingegraben werden. Auch eine frei stehende RTK-Referenzstation, die optisch nicht in jeden Garten passt, ist nicht nötig.

Stattdessen arbeitet der Dreame mit OmniSense 3.0. Das System kombiniert 360-Grad-3D-LiDAR mit KI-gestützten Stereokameras. Laser und Kameras erfassen die Umgebung, erstellen eine virtuelle Karte und helfen dem Roboter bei der Orientierung. Das ist vor allem unter Bäumen interessant, wo satellitengestützte Systeme Schwierigkeiten bekommen können.

Allerdings sollte man sich für die erste Kartierung Zeit nehmen. Klare Rasengrenzen erkennt das System gut. Bei offenen Übergängen zu Beeten, komplizierten Ecken oder mehreren getrennten Bereichen kann es sinnvoll sein, die Karte anschließend in der App anzupassen. Ist alles sauber eingerichtet, lässt sich der Mähplan bequem steuern.

Erkennt der Dreame Spielzeug, Tiere und Gartenschläuche?

In einem Familiengarten liegt selten alles perfekt an seinem Platz. Mal bleibt ein Ball im Gras liegen, mal führt ein Gartenschlauch über die Fläche. Laut Dreame kann das System mehr als 300 verschiedene Arten von Hindernissen erkennen und umfahren.

Im Alltag ist diese Objekterkennung ein großer Vorteil. Trotzdem sollte der Rasen vor dem Mähen kurz kontrolliert werden. Sehr kleine oder flache Gegenstände können auch moderne Sensoren übersehen. Das gilt besonders für dünnes Spielzeug, Schnüre oder kleine Gartenwerkzeuge. Die integrierten Hebesensoren sorgen zusätzlich dafür, dass die Mähscheiben bei einem Anheben des Geräts gestoppt werden.

Die Kamera lässt sich außerdem für einen Patrouillen-Modus nutzen. Dafür braucht der Garten jedoch eine stabile WLAN-Abdeckung. Als gelegentlicher Blick in den Garten ist die Funktion interessant. Eine richtige Sicherheitskamera ersetzt sie jedoch nicht.

DREAME INTERNATIONAL (HONGKONG) LIMITED

Dreame A3 Test an den Rasenkanten

Für die Randbearbeitung setzt Dreame auf EdgeMaster 2.0. Dabei bewegt sich das Mähwerk näher an die Rasenkante. An geraden Wegen, Mauern und klar abgegrenzten Beeten reduziert das die Nacharbeit deutlich.

Ganz ohne Rasentrimmer geht es trotzdem nicht überall. Enge Winkel, scharfe Ecken und Bereiche rund um Baumstämme bleiben konstruktionsbedingt schwieriger. Dort kann ein schmaler Streifen stehen bleiben. Auf übersichtlichen Flächen mit geraden Kanten liefert das System jedoch ein sehr ordentliches Ergebnis.

Dreame A3 Test: App und automatische Ladepausen

Über die Dreame-App lassen sich unter anderem Schnitthöhe, Zeitpläne, Zonen und Mähmodi festlegen. Dadurch kann der Roboter einzelne Gartenbereiche gezielt oder zu unterschiedlichen Zeiten bearbeiten. Nach der ersten Einrichtung ist die Bedienung angenehm unkompliziert.

Der 7,5-Ah-Akku liefert die nötige Energie für das breite Mähwerk und den Allradantrieb. Allerdings fordert die hohe Leistung ihren Tribut. Bei großen Flächen kehrt das Gerät zwischendurch zur Station zurück. Eine vollständige Ladung dauert laut technischen Daten etwa 85 Minuten. Danach setzt der Dreame seine Arbeit selbstständig fort.

Mit rund 65 dB(A) bleibt er dabei angenehm zurückhaltend. Auf der Terrasse ist er hörbar, drängt sich aber nicht störend in den Vordergrund.

Die Stärken im Überblick

  • echter Allradantrieb mit vier separaten Nabenmotoren
  • geeignet für große und anspruchsvolle Rasenflächen bis 3.500 Quadratmeter
  • Navigation ohne Begrenzungsdraht und ohne RTK-Referenzstation
  • 40 Zentimeter breites Doppelmähwerk
  • Schnitthöhe bequem per App zwischen drei und zehn Zentimetern einstellbar
  • gute Orientierung auch in Gärten mit Baumbestand
  • zuverlässige Erkennung vieler typischer Hindernisse
  • vergleichsweise gründliches Mähen entlang gerader Rasenkanten
  • mit etwa 65 dB(A) angenehm leise

Diese Schwächen sind uns aufgefallen

  • für kleine oder stark verwinkelte Gärten zu groß und wenig wendig
  • hohes Gewicht, das auf sehr weichem Boden Spuren hinterlassen kann
  • bei voller Flächenauslastung sind mehrere Ladepausen nötig
  • Patrouillen-Modus funktioniert nur bei ausreichender WLAN-Abdeckung
  • relativ hoher Anschaffungspreis

Für wen lohnt sich der Dreame A3 AWD Pro 3500?

Der Dreame passt vor allem zu großen Grundstücken mit Steigungen, unebenem Gelände oder mehreren Rasenbereichen. Gerade dort spielt der Allradantrieb seine Stärke aus. Auch Gartenbesitzer, die weder Begrenzungsdraht verlegen noch eine RTK-Antenne aufstellen möchten, profitieren von der LiDAR- und Kameranavigation.

Für einen kleinen, ebenen und stark verwinkelten Garten wäre das Modell dagegen überdimensioniert. Dort reicht meist ein kompakterer und günstigerer Mähroboter. Der A3 AWD Pro 3500 lohnt sich dann, wenn seine besonderen Fähigkeiten tatsächlich gebraucht werden.

Dreame A3 Test: Unser Fazit

Der Dreame A3 AWD Pro 3500 ist ein echtes Kraftpaket für große und schwierige Gärten. In unserem Dreame A3 Test überzeugen vor allem der Allradantrieb, die breite Mähfläche und die Navigation ohne Kabel oder RTK-Mast. Hinzu kommen eine komfortable App-Steuerung und eine gute Hinderniserkennung.

Allerdings hat diese Technik ihren Preis. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung im Premiumsegment und wechselnden Aktionspreisen ist der Dreame keine spontane Anschaffung. Außerdem braucht er Platz, regelmäßige Sensorpflege und bei sehr großen Flächen mehrere Ladepausen.

Wer jedoch ein anspruchsvolles Grundstück besitzt und möglichst wenig Zeit mit dem Rasenmähen verbringen möchte, bekommt einen leistungsstarken Gartenhelfer. Und genau darin liegt sein größter Luxus: Der Dreame schenkt nicht nur einen gepflegten Rasen, sondern vor allem mehr freie Zeit für Pizza aus dem Holzofen und entspannte Stunden auf der Terrasse.

Noch mehr Tipps findet ihr hier.

Transparenzhinweis: Der Beitrag beruht auf einem selbst durchgeführten Praxistest. Preise und Aktionsangebote können sich ändern. Die Angaben zu maximaler Fläche, Steigung und Hindernishöhe stammen vom Hersteller.

Dieser Artikel ist entstanden aus einer Zusammenarbeit mit Lars Laschinski.