Manchmal sind es nicht die spektakulärsten Sehenswürdigkeiten, die einen Urlaub unvergesslich machen. Sondern die Begegnung mit einem Menschen, der mit leuchtenden Augen von seinem Handwerk erzählt. Der Duft von frischem Sauerteigbrot. Ein Glas außergewöhnlicher Apfelsaft. Oder eine Berghütte, in der regionale Spezialitäten serviert werden und man den Blick über die Dolomiten schweifen lässt.
Genau solche Momente erlebt man auf dem Sonnenplateau Ritten, nur wenige Minuten oberhalb von Bozen. Hier ist Genuss weit mehr als gutes Essen. Er ist Teil der Identität der Region – geprägt von Menschen, die ihre Heimat lieben und mit viel Leidenschaft bewahren.
Der Apfel bekommt seinen großen Auftritt
Wer an Südtirol denkt, denkt automatisch an Äpfel.
Thomas Kohl zeigt eindrucksvoll, dass in dieser Frucht noch viel mehr steckt.
Auf seinem Hof in Unterinn wachsen Bergäpfel auf rund 1.000 Metern Höhe. Warme Sonnentage und kühle Nächte sorgen für intensive Aromen. Statt daraus einfach nur Saft zu pressen, behandelt Thomas Kohl seine Äpfel wie ein Winzer seine Trauben.


Er experimentiert mit verschiedenen Sorten, unterschiedlichen Reifegraden und Pressmethoden. Das Ergebnis sind sortenreine Bergapfelsäfte mit überraschender Tiefe und Charakter. Serviert werden sie sogar im Weinglas und begleiten in Spitzenrestaurants komplette Menüs.

Neu hinzugekommen ist außerdem „Karlo“, ein alkoholfreier Aperitif aus Bergapfel, schwarzer Johannisbeere, Holunderblüte und Hopfen. Ein schönes Beispiel dafür, wie innovativ regionale Produkte heute sein können. Heißer Tipp für werdende Mamas!



Warum ein Apfel plötzlich ganz anders schmeckt
Nur wenige Kilometer weiter öffnet Daniel Rottensteiner gemeinsam mit seiner Frau Gloria die Türen seines historischen Steidacherhofs.

Hier geht es nicht ums schnelle Pflücken.
Als ausgebildeter Apfelsommelier zeigt Daniel seinen Gästen, wie unterschiedlich Äpfel schmecken können. Gemeinsam wird gerochen, verkostet und bewertet. Welche Sorte ist besonders süß? Welche besitzt mehr Säure? Welche bleibt lange knackig?
Nach einer solchen Verkostung sieht man den Apfel plötzlich mit ganz anderen Augen.
Gerade Familien erleben hier, wie spannend Lebensmittel sein können, wenn man ihre Geschichte kennt.
Junge Köche bringen frischen Wind nach Südtirol
Der Ritten zeigt aber nicht nur auf den Feldern seine Qualität.
Auch in den Küchen entstehen echte Genussmomente.
Besonders beeindruckend arbeitet Stephan Zippl im Restaurant 1908 des traditionsreichen Parkhotel Holzner. Der Küchenchef wurde mit dem Grünen Michelin-Stern ausgezeichnet und setzt konsequent auf regionale Zutaten.
Fast alles stammt aus seiner unmittelbaren Umgebung – aus den Wäldern, von den Wiesen oder direkt von den Bauernhöfen des Rittens. Lediglich Salz, Kaffee, Zucker und Schokolade kommen von außerhalb.
Seine Küche beweist eindrucksvoll, dass Regionalität keineswegs Verzicht bedeutet, sondern Kreativität erst möglich macht.


Ebenso spannend arbeitet Jakob Eckl in seinem Restaurant Feines Eck’l. Nach Stationen bei einigen der besten Köche Europas interpretiert er die Südtiroler Küche modern und überraschend.


Auch Küchenchef Werner Unterhofer im Restaurant Pirbamer verbindet internationale Erfahrung mit regionalen Produkten und schafft damit eine Küche, die bodenständig und gleichzeitig außergewöhnlich ist.


Wein mit Charakter
Natürlich gehört zum Genuss in Südtirol auch der Wein.
Auf dem Ritten arbeiten zahlreiche Winzer mit viel Leidenschaft und oft nach biodynamischen Grundsätzen.
Der Rielingerhof setzt auf nachhaltigen Weinbau und historische Rebsorten wie den seltenen Blatterle. Beim Perlhof entstehen charaktervolle Sauvignon Blancs und spannende Cuvées, während im Ansitz Dolomytos Sacker außergewöhnliche Weine mit viel Zeit, Geduld und traditioneller Handwerkskunst reifen.
Hier merkt man schnell: Wein ist auf dem Ritten nicht einfach ein Getränk, sondern Teil einer jahrhundertealten Kultur.



Eine Berghütte für echte Genießer
Nach einer Wanderung gibt es kaum einen schöneren Ort als die Feltuner Hütte auf rund 2.050 Metern Höhe.
Neben hausgemachten Südtiroler Spezialitäten überrascht die Hütte mit einer Weinkarte, die über 250 verschiedene Positionen umfasst.
Gastgeber Valentin Rabanser ist ausgebildeter Sommelier und verbindet alpine Küche mit einer beeindruckenden Auswahl regionaler und internationaler Weine. Dazu kommen viele Produkte aus eigener Herstellung oder direkt von Bauern aus der Umgebung.
Eine Kombination, die Wanderer genauso begeistert wie Feinschmecker.


Wenn eine historische Bahn zum Gourmetrestaurant wird
Eine der wohl außergewöhnlichsten Ideen auf dem Ritten sind die kulinarischen Nachtfahrten mit dem historischen Rittner Bahnl.



Während die nostalgische Schmalspurbahn gemütlich über das Sonnenplateau fährt, genießen die Gäste ein mehrgängiges Menü.
Jeder Halt wird zur nächsten Genussstation: Aperitif, Vorspeise, Hauptgang und Dessert werden an verschiedenen Orten serviert. Begleitet wird das Menü von regionalen Weinen, Bergapfelsäften und musikalischer Unterhaltung.
Eine wunderbare Verbindung aus Geschichte, Kulinarik und Landschaft, die zeigt, wie kreativ Tourismus heute sein kann.

Nachhaltigkeit, die man wirklich erlebt
Besonders sympathisch finden wir, dass Nachhaltigkeit auf dem Ritten kein Werbeslogan ist.
Die Region wurde nach den internationalen GSTC-Kriterien zertifiziert und gehört damit zu den nachhaltigsten Tourismusregionen weltweit.
Viele Hotels arbeiten nach klaren Umweltstandards, regionale Lebensmittel haben Vorrang und dank Seilbahn, historischer Bahn sowie kostenfrei nutzbarem Nahverkehr lässt sich der Urlaub problemlos ohne eigenes Auto gestalten.
Sogar ein Gepäckservice bringt die Koffer direkt zur Unterkunft – ein kleines Detail, das nachhaltiges Reisen deutlich einfacher macht.
Aber warum ist der Ritten eigentlich so perfekt für Familien?
Bisher haben wir ehrlich gesagt ziemlich von Dingen für Mama und Papa geschwärmt. Von Spitzenküche, Wein, Bergapfelsaft und genussvollen Auszeiten. Aber keine Sorge: Der Ritten ist mindestens genauso ein Paradies für Kinder.
Gerade diese Mischung macht das Sonnenplateau so besonders. Während Eltern die Ruhe genießen und die regionale Küche entdecken, warten auf kleine Abenteurer jede Menge spannende Erlebnisse – oft sogar gemeinsam.
Unsere Familyflair-Highlights für Familien
🚠 Die Seilbahnfahrt wird zum ersten Abenteuer
Schon der Weg auf den Ritten macht Spaß. Mit der modernen Seilbahn schwebt ihr von Bozen auf das Sonnenplateau – inklusive spektakulärem Blick auf die Dolomiten.
🚂 Einsteigen bitte! Das Rittner Bahnl begeistert Groß und Klein
Die historische Schmalspurbahn ist weit mehr als ein Verkehrsmittel. Für Kinder fühlt sie sich wie eine kleine Zeitreise an, während Eltern entspannt die Landschaft genießen.
🪨 Die Erdpyramiden bestaunen
Sie gehören zu den beeindruckendsten Naturwundern Südtirols. Fast wirken sie wie von Riesen gebaut – ein Ausflugsziel, das Kinderaugen garantiert zum Leuchten bringt.
🥾 Wandern ohne Gemecker
Viele Wege auf dem Ritten sind familienfreundlich und auch mit kleineren Kindern gut machbar. Unterwegs warten Almen, Spielplätze und immer wieder grandiose Ausblicke auf die Dolomiten.
🌲 Natur statt Bildschirm
Wiesen, Wälder, Kühe, Pferde und Bauernhöfe – hier entdecken Kinder ganz spielerisch, wo Lebensmittel eigentlich herkommen und wie schön es sein kann, einfach draußen unterwegs zu sein.
🍎 Genuss zum Anfassen
Ob beim Apfelbauern, auf einem Hof oder bei einer Verkostung: Kinder erleben hautnah, wie aus regionalen Produkten echte Spezialitäten entstehen. Lernen war selten so lecker.
🚠 Mit der Bergbahn aufs Rittner Horn
Oben angekommen warten leichte Wanderungen, gemütliche Hütten und ein Panorama, das selbst Kinder kurz das Smartphone vergessen lässt.
🎟️ Praktisch für Familien: die RittenCard
Mit der Gästekarte nutzt ihr Busse, Regionalzüge, Seilbahnen und das historische Bahnl kostenlos. So wird jeder Ausflug unkompliziert und das Auto kann einfach stehen bleiben.
Unser Familyflair-Fazit
Genau das mögen wir am Ritten so sehr: Hier müssen sich Eltern nicht zwischen Familienurlaub und eigener Auszeit entscheiden.
Während die Kinder auf Entdeckungstour gehen, genießen Mama und Papa regionale Küche, beeindruckende Natur und echte Gastfreundschaft. Und am Ende sitzen alle gemeinsam auf einer Sonnenterrasse, teilen sich einen Kaiserschmarrn oder ein Stück Apfelstrudel und erzählen von ihrem schönsten Urlaubsmoment.
So fühlt sich Familienurlaub an – entspannt, ehrlich und voller gemeinsamer Erinnerungen.
Wir lieben Reiseziele, die mehr bieten als schöne Fotomotive.
Der Ritten erzählt Geschichten. Geschichten von Menschen, die mit Leidenschaft Äpfel anbauen, Wein keltern, Käse produzieren oder außergewöhnliche Gerichte kochen. Geschichten von Familienbetrieben, die seit Generationen Verantwortung für ihre Heimat übernehmen. Und Geschichten von einer Region, die zeigt, dass Nachhaltigkeit und Genuss wunderbar zusammenpassen.

RittnerSeilbahn©Tourismusverein-Ritten FotoTiberio Sorvillo.jpg
Wer Südtirol nicht nur sehen, sondern wirklich erleben möchte, sollte sich Zeit für den Ritten nehmen. Denn hier schmeckt man, wie viel Herzblut in einer Region steckt – und genau das macht diese besondere Ecke oberhalb von Bozen so einzigartig. Also, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich könnte direkt die Koffer packen.






